Bereits auf der Straße wurden die Besucher durch ein THW-Boot begrüßt. Als Blickfang der Präsentation diente ohne Frage der 6m hohe künstliche Wasserfall, der 12.000 Liter in der Minute in die Tiefe stürzen lies und somit an dem heißen Wochenende mit bis zu 36°C für Erfrischung sorgte. Auch die beiden angrenzenden Türme , welche sechs und acht Meter hoch waren, gebaut aus dem universell einsetzbaren Einsatz-Gerüst-System (EGS), beeindruckten nicht nur durch ihre Größe, sondern dienten auch in zahlreichen Vorstellungen als Simulation für einsturzgefährdete Gebäude, an denen unterschiedliche Einsatzoptionen des THW vorgestellt wurden. Dahinter standen in Reih und Glied die Fahrzeuge der beteiligten Ortsverbände.
So bot sich eine perfekte Kulisse, um in zahlreichen Vorstellungen den Besuchern den Einsatz verschiedenster Spezialtechnik zur Ortung und Rettung verschütteter Personen zu zeigen. Angefangen bei einer Betonkettensäge, über Plasmaschneidgerät, bis hin zu einer Spezialkamera SearchCam3000, war vieles mit dabei. Auch konnte der Auf- und Abbau eines ASH-Bockes des Abstützsystems Holz (ASH) bestaunt und den Erklärungen des Moderators gelauscht werden, der die Abkürzung spaßig umdeutete in „Alle Schwitzen Heftig“. Die Rettungshundestaffel demonstrierte das Orten und Erkennen von vermissten und verschütteten Personen, sowie das sichere Bewegen auf Trümmern. Dazu wurde ein Parcours aufgebaut, der den Hunden einiges abverlangte.
Am Samstag Abend gipfelten diese Einzelvorführungen in einem sogenannten Bergungsballett. Stimmungsvoll mit Musik und Lichteffekten untermalt, wurde durch die Kameraden ein Bergungseinsatz nach einer Gasexplosion dargestellt, in dem das Absuchen, Eindringen in Gebäude und Retten der verschütteten Personen unter erschwerten Bedingungen demonstriert wurde. Marcus Olewicz, Quedlinburger Zugführer, zeigte sich ergriffen: „Wenn man sieht, wie beeindruckt die Zuschauer waren und mit welchem Enthusiasmus die Helfer dabei sind, bekomme ich Gänsehaut“
Für alle jungen Gäste bot die Jugendgruppe einen Hindernisparcour. Einige Elemente des Leistungsabzeichens der THW-Jugend dienten dazu, den Kindern spielerisch die Arbeit der Junghelferinnen und Junghelfer zu vermitteln. So wurde eine Leonardo-Brücke, eine selbsttragende Holzbrücke ohne Nägel oder Schrauben gebaut, eine Seilbahn zum Wassertransport errichtet und diverse Geschicklichkeitsaufgaben gestellt. Bei erfolgreicher Teilnahme wurden die jungen Gäste sogar mit einer Urkunde mit persönlichem Foto und einem kleinen Preis belohnt.
Insgesamt waren mehr als 60 Helferinnen und Helfer aus den Ortsverbänden Halberstadt, Quedlinburg, Calbe und Burg an dem langen Wochenende vor Ort. Das Organisationsteam der Ortsverbände bedankt sich bei allen beteiligten Kameradinnen und Kameraden, die alle an dem heißen Wochenende kräftig zupackten, um den 200.000 Besuchern das THW vorzustellen. Besonderer Dank richten sie an die Ortsverbände Burg, die die gesamte Energieversorgung mit „blauem“ Strom aus ihrem 175kVA-Stromaggregat sicherstellte, und den Ortsverband Calbe für das zur Verfügung stellen ihres Mehrzweck-Arbeitsbootes, das sich als wunderbarer Wegweiser und Blickfang erwies.
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