Taifun Haiyan – Ein Jahr danach

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Bonn,

In diesen Tagen jährt sich die Taifun-Katastrophe auf den Philippinen zum ersten Mal: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 380 km/h fegte Haiyan am 8. November 2013 über den Inselstaat hinweg und hinterließ dabei eine Spur der Verwüstung. Rund 70 THW-Kräfte leisteten daraufhin bis Ende Januar 2014 wichtige Soforthilfe vor allem im Bereich Trinkwasserversorgung. Ein Quedlinburger Auslandsexperte war mehrere Wochen auf den Philippinen im Einsatz .

Der Taifun gehörte zu den stärksten jemals gemessenen tropischen Wirbelstürmen. Mehr als 6000 Menschen kamen durch ihn ums Leben, weitere 4,1 Millionen wurden obdachlos. Insgesamt waren mehr als 14 Millionen Menschen von dem Sturm betroffen. Bereits am nächsten Tag, dem 9. November, machte sich ein fünfköpfiges Vorausteam des THW im Auftrag der Bundesregierung auf den Weg ins Krisengebiet, um die Lage zu erkunden und Einsatzoptionen für das THW zu prüfen. Schnell wurde klar: Die Fähigkeiten des THW in den Bereichen Trinkwasserversorgung, Infrastruktur und Logistik waren gefragt.

Nachhaltige Trinkwasserversorgung 

In den folgenden Wochen bereiteten die Helferinnen und Helfer der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) mit zwei mitgeführten Trinkwasseraufbereitungsanlagen und einem mobilen Labor insgesamt mehr als zwei Millionen Liter Wasser auf. Damit versorgten sie in der Region um die Stadt Santa Fe auf der besonders schwer betroffenen Insel Bantayan über rund zwei Monate lang täglich bis zu 36.000 Personen. Die Helferinnen und Helfer des THW kümmerten sich ebenso um die Rehabilitierung beschädigter Infrastruktur: Sie setzten zehn Brunnen und deren Leitungen wieder in Stand und installierten Aggregate sowie Pumpen zur Wasserförderung. Auch mit dem Einbau von Chlordosierungsanlagen sicherten sie die nachhaltige Versorgung der Einwohnerinnen und Einwohner mit sauberem Wasser. Bevor die THW-Kräfte die wiederhergestellten Brunnen in die Verantwortung der Behörden vor Ort übergaben, führten sie Schulungen mit lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch, sodass diese den Chlorgehalt des Brunnenwassers messen und überwachen können. Damit gewährleistete das THW, dass die Hilfsmaßnahmen im Bereich Trinkwasser langfristig wirken. 

Logistik für internationale Hilfsorganisationen 

Während auf Bantayan die Wasserversorgung durch die SEEWA anlief, bauten die THW-Kräfte der Standing Engineering Capacity (SEC) im Rahmen der International Humanitarian Partnership (IHP) ein Camp für Hilfsorganisationen in der Stadt Guiuan mit auf. Am Flughafen der Stadt Cebu City unterstützte zudem ein Logistik-Experte des THW das internationale Koordinierungszentrum.

Nachdem die letzten Soforthilfemaßnahmen abgeschlossen waren, begannen die Helferinnen und Helfer Mitte Januar 2014 mit dem Rückbau der Trinkwasseraufbereitungsanlagen. Während das Material in zwei Containern auf dem Seeweg zurück nach Deutschland gelangte, verließen die letzten THW-Kräfte die Philippinen am 31. Januar 2014 per Flugzeug. Damit endete der Einsatz des THW auf der Inselgruppe. Als Teil des andauernden IHP-Einsatzes blieb ein THW-Helfer noch bis Ende März 2014 in Guiuan. Im dortigen Camp wartete er unter anderem eine Trinkwasseraufbereitungsanlage sowie Generatoren und andere elektronische Ausstattung.

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