Quedlinburg, 01.03.2019, von Marlen Luther/Volker Damköhler

"MAYDAY, MAYDAY, MAYDAY - hier Heros Quedlinburg..."

Am Freitag, den 01.03.2019 war dies mehrfach dem Funkgerät zu entnehmen, zum Glück nur für Ausbildungs- und Übungszwecke.

Regelmäßig zum ersten Dienst im Monat treffen sich die Kameradinnen und Kameraden aus den Ortsverbänden Magdeburg und Quedlinburg, um das Verhalten mit Atemschutz und bei CBRN-Gefahren zu üben.

Dabei wurde in zwei Ausbildungsbereiche unterteilt - das Verhalten im Atemschutznotfall sowie der Aufbau der Dekontamination Stufe 1 (Notdekon).

Vor Beginn der praktischen Arbeiten der Atemschutzgeräteträger wurden die möglichen Vorgehensweisen im Atemschutznotfall, welche zur letzten Ausbildung behandelt worden sind, abgefragt. 

Die Trupps nahmen Ihre Atemschutzgeräte in Empfang und begannen mit der Einsatzkurzprüfung, wobei eine kurze Sicht- und Funktionsprüfung durchgeführt wird.

Dann ging es an die Arbeit.

Die erste Aufgabe bestand darin, als Rettungstrupp die Suche nach einem bereits im Gebäude befindlichen Trupp durchzuführen, da dort der Funkkontakt abgerissen war. Der Rettungstrupp drang durch eine kleine Öffnung in das Gebäude vor, dabei musste auf Grund der beengten Platzverhältnisse das Atemschutzgerät abgelegt und vor sich hergeschoben werden. Da diese Aufgabe nicht schon schwer genug war ;), wurde die Atemschutzmaske mit einer „Nullsichtfolie“ beklebt. Die Helfer folgen der Sicherheitsleine des gesuchten Trupps und konnten diesen, nach Auffinden, durch Paaratmung (Hyperlink) aus dem Gebäude in Sicherheit bringen. 

In der zweiten Aufgabe sollte es um die Themen

  • Lageerkundung
  • Kommunikation und
  • Arbeiten mit Rettungsgeräten unter Atemschutz

gehen.

In einem stark verrauchten Gebäudeteil wurde eine Person vermisst.

Der erste Trupp rüstete sich aus und begann mit der Lageerkundung.

Es wurde entschieden, den Bereich im Taucherprinzip abzusuchen, um die gesuchte Person aufzufinden. Es stellte sich heraus, dass der Vermisste unter einem schweren Hindernis lag, welches mittels Hebekissen angehoben und gesichert werden musste. Dies wurde per Funk an den Einheitsführer weitergegeben, welcher umgehend einen zweiten Trupp mit der nötigen Ausrüstung beauftragte, zur Unterstützung vorzugehen. Die Person konnte daraufhin befreit und gerettet werden. 

Bei der dritten und letzten Aufgabe ging es darum, eine erneut vermisste Person unter „Nullsicht“ in einem Gebäude zu finden und mittels Rettungshaube heraus zu geleiten. Dieser Auftrag konnte zügig durch die Einsatztrupps abgearbeitet werden. 

Die Einsatzkräfte und Ausbilder zeigten sich überaus zufrieden mit den erbrachten Leistungen und konnten bereits Pläne für zukünftige Ausbildungen schmieden. 

Haben Sie Interesse an der Arbeit des THW gefunden oder möchten Sie einfach nur „reinschnuppern“? Nehmen Sie gern Kontakt mit unserer stellvertretenden Ortsbeauftragten Franziska Kalbitz (OV-Quedlinburg@thw.de) auf. Wir können Ihnen ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten bieten.


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