Burgkemnitz, 21.07.2018, von Tobias Heine

Einsatz nach Gebäudebrand

Nach einem Wohnhausbrand in Burgkemnitz (Sachsen Anhalt) wurde ein Bewohner im Haus vermutet. Die Ortsverbände Bitterfeld/Wolfen und Quedlinburg mussten den Bewohner orten und bergen. Dies schloss Abstützmaßnahmen ein, um das Gebäude begehen zu können.

stark beschädigtes Wohnhaus nach Brand in Burgkemnitz; Foto: Reiner Tiebe (THW OV Quedlinburg)

In Burgkemnitz wurde in der Nacht auf Samstag den 21.07. gegen 3:15 Uhr ein Gebäudebrand gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl im Vollbrand. Bei dem Unglück kamen zwei Bewohner des Hauses ums Leben. Nach den Löscharbeiten galt der zweite Bewohner weiterhin als vermisst. Das Gebäude war aufgrund der Brandeinwirkung nicht begehbar, woraufhin das THW um Unterstützung gebeten wurde.

Die Baufachberater aus Quedlinburg begutachteten das Gebäude und empfohlen weiterführende Maßnahmen zur Einsatztaktik und Gebäudesicherung. Zur Erkundung des Obergeschosses, in dem der Mann vermutet wurde, wurde von außen über eine Leiter eine speziell für Ortungseinsätze optimierte Kamera eingesetzt, die über einen bis zu 6 m ausziehbaren Kamerakörper und einen schwenkbaren Kamerakopf verfügt. So konnte das Obergeschoss auch in uneinsehbaren Bereichen abgesucht werden, ohne es zu betreten. Der vermisste Bewohner wurde dort leblos aufgefunden.

Zeitgleich wurde die Decke des Untergeschosses mit mehreren Bausteifen abgestützt, um die Bergungsarbeiten im Obergeschoss zu ermöglichen.

Die Brandursache ist zurzeit noch unklar. Der Einsatzort wurde von der Polizei für Brandursachenermittlungen beschlagnahmt.

Im Einsatz waren insgesamt 24 Einsatzkräfte des THW Ortsverbandes Bitterfeld/Wolfen und Quedlinburg. Der Einsatz ist beendet.


  • stark beschädigtes Wohnhaus nach Brand in Burgkemnitz; Foto: Reiner Tiebe (THW OV Quedlinburg)

  • Einsatzstelle in Burgkemnitz nach Wohnhausbrand; Foto: Reiner Tiebe (THW OV Quedlinburg)

  • Leiterhebel zum Heben und Senken des Schleifkorbes zum Materialtransport und Bergung; Foto: Reiner Tiebe (THW OV Quedlinburg)

  • Helfer mit der SeachCam3000 unmittelbar nach dem Ortungseinsatz; Foto: Reiner Tiebe (THW OV Quedlinburg)

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