Zu den etwa 4.000 geladenen Gästen am Freitag zählten vor allem Bürger, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Darunter waren auch THW-Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Bundespräsident würdigte das Engagement der Ehrenamtlichen. In seiner Begrüßungsrede würdigte der Bundespräsident das Engagement der Ehrenamtlichen und brachte seine große Anerkennung dafür zum Ausdruck. Er erzählte von einem Besuch beim THW im Juli: „Der Gerätepark, die Logistik, die Notfallpläne – all das war sehr beeindruckend und in Sachwerten auch bezifferbar. Aber zugleich dachte ich: Es gibt keinen Stundensatz für den Ernstfall, wenn ein Freiwilliger sein Leben riskiert, um andere Menschen zu retten. Dieser Anteil ist und bleibt unbezahlbar.“ Diese hohe Wertschätzung, so betonte Gauck weiter, gelte nicht nur für einen kurzen Augenblick, sie habe Tiefe und Dauer.
Am Samstag öffnete der Amtssitz des Bundespräsidenten seine Pforten für alle interessierten Bürger. Neben Diskussionen und Bühnenprogramm präsentierten sich an beiden Tagen zahlreiche Institutionen und Initiativen und stellten ihre Projekte vor. Auch das THW lud an einem großen Informationsstand zum Mitmachen ein: Besucher hatten hier die Gelegenheit, die spezielle Technik der Fachgruppe Ortung selbst zu testen und anhand eines Modell-Trümmerhauses das Aufspüren von verschütteten Personen zu üben. Helfer aus Quedlinburg, Luckenwalde, Halle und Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf waren bei der Bedienung der Geräte behilflich und berichteten von ihren Erfahrungen im Einsatz. Daneben boten Junghelfer aus Berlin Spandau eine Bastelstrecke für Kinder an, ließen die Besucher ihr Geschick mit Hammer und Nagel testen und erläuterten verschiedene Stiche und Bunde. Viele Gäste interessierten sich für die Optionen in einem THW-Ortsverband aktiv zu werden und zeigten auch ihre große Bewunderung für die ehrenamtliche Arbeit der Helfer.
Mehr als 13.000 Besucher kamen am Samstag in den Park von Schloss Bellevue und nutzten die Gelegenheit, die Institutionen kennen zu lernen und sich mit den Beteiligten auszutauschen.
Im Rahmen Veranstaltung unterzeichneten THW-Präsident Albrecht Broemme und der Generaldirektor des Feuerwehr-Rettungskorps der Tschechischen Republik Drahoslav Ryba ein Memorandum über die gegenseitige Zusammenarbeit. Demnach soll zukünftig der Austausch von Informationen und Erfahrungen intensiviert werden, um die Einsatzbereitschaft zu erhöhen und die gemeinsame Bewältigung von Notlagen effektiv angehen zu können.
Text und Bilder: Maximiliane Mangelsdorf