Anstatt nur einen Werbestand aufzubauen, nutzten über 30 ehrenamtliche Helfer des THW am Wochenende vom 30. Mai 2014 bis 01. Juni 2014 die Möglichkeit, daraus eine ausgewachsene Übung zu machen und interessierten Passanten zu zeigen, was sie können. Es wurden zwei Einsatzgerüstsystemtürme (EGS-Türme) rund 7 m in die Höhe gebaut, die in der Übung einsturzgefährdete Häuser darstellten, welche wiederum von dem Abstützsystem Holz (ASH) abgestützt wurden. Das ASH ist ein speziell für einsturzgefährdete Gebäude entwickeltes Abstützsystem des THW, welches die betreffenden Gebäude wieder stabilisieren kann und weitere Rettungs-, Bergungs- oder Reparaturmaßnahmen ermöglicht. Diese Technik ist unter Anderem im Ortsverband Quedlinburg stationiert. Gemeinsam mit Kameraden aus dem Ortsverband Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, die ebenfalls die ASH-Komponente haben, wurden in der Gemeinschaftsausbildung zwei ASH-Böcke je 10 m errichtet, sowie ein Sprengwerk zwischen beiden „Gebäuden“ verspannt, so dass sie sich gegenseitig abstützen. Eindrucksvoll zeigte sich die Größe der Abstützungen am Samstagabend, als die Gebäude „gesichert“ waren. Auf diese Weise festigten die Kameraden ihr Wissen und den Umgang mit dem ASH und kamen gleichzeitig mit Quedlinburgern und den Besuchern ins Gespräch. Wie wichtig diese Übung war, zeigt auch ein Rückblick in das vergangene Einsatzgeschehen, bei dem das ASH in den letzten Jahren mehrfach gebraucht wurde. „Man sieht die Anstrengungen in den erschöpften Gesichtern, aber auch den Stolz auf das Geleistete“ verriet uns ein THW-Helfer nach der gelungenen Übung.
Ausbildung zum Anfassen beim Stadtfest in Quedlinburg
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Quedliburg,
Im Rahmen des Quedlinburger Stadtfestes bei den Festlichkeiten von 20 Jahren UNESCO Weltkulturerbe der Stadt Quedlinburg präsentierte sich das THW in der Altstadt in besonderer Form.
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